Entspannung

Entspannung ist elementar, denn Sie haben in Ihrem Leben nur eine begrenzte Menge an Energie zur Verfügung. Dies betrifft Ihre Reserven innerhalb eines Tages, ebenso Ihre gesamte Lebensenergie. Durch gezielte Entspannung zwischendurch haben Sie die Möglichkeit, aktiv Einfluss auf Ihren Energiehaushalt zu nehmen. Sie bleiben gesund und leistungsfähig, wenn Sie es schaffen, eine Balance zwischen Phasen der Anstrengung/ Anspannung und Erholung/ Entspannung herzustellen. Physiologisch betrachtet, beeinflussen Sie im Arbeitsalltag Ihren Energiehaushalt zum einen durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Daneben sind es insbesondere die Pausen zur Entspannung zwischendurch, die es Ihnen ermöglichen, Ihrem Körper und der Psyche die nötige Erholung zu geben und Energiedefizite auszugleichen.

Aus medizinisch-psychologischer Sicht ist Entspannung ein unspezifischer Zustand gesenkter zentralnervöser sowie gesenkter Stoffwechselaktivität. Wie sich der Mensch entspannt, ist im Prinzip gleichgültig. Wichtig ist, dass man es überhaupt tut. Der Vorteil spezieller Entspannungsübungen liegt darin, dass man sie in wenigen Minuten und im Prinzip überall anwenden kann.

Neben den unsystematischen Praktiken, die der Mensch im Alltag zur Entspannung einsetzt, gibt es eine Vielzahl systematischer Entspannungsübungen. Mit Hilfe der speziellen Übungen kann man die Entspannungsreaktion ohne Hilfsmittel von außen gezielt und in kurzer Zeit auslösen. Entspannung wird damit zur Methode für situative Stressbewältigung, zur Gesundheitsvorbeugung und zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens. Vorraussetzung zur Erreichung der verschiedenen Ziele ist dabei ein mehrwöchiges tägliches Training. Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training sind die nachgewiesen wirksamsten Entspannungsübungen unserer Zeit. Daneben werden in der Praxis häufig fernöstliche meditative Verfahren, Yoga und andere körperorientierte Entspanungsverfahren eingesetzt.

Der Ablauf von Entspannungsübungen

Auf Entspannung einstimmen
Am Anfang nehmen Sie zunächst eine bequeme Haltung ein und stimmen sich innerlich darauf ein, die nächsten Minuten ganz für sich zu sein. Dabei konzentrieren Sie sich auf die eigene Körperhaltung und den Kontakt des Körpers zum Boden, zur Unterlage oder zum Sitz - und achten dann einen Moment lang auf Ihre Atmung.

Die eigentlichen Entspannungsübungen
In den unterschiedlichen Methoden werden je nach Ausrichtung mehr der Körper oder die Psyche und die Konzentration betont. Grundlage aller Verfahren ist die Erkenntnis, dass Körper und Psyche eine Einheit darstellen und als komplexes System aufzufassen sind. Gelingt es, einen der beteiligten Variablen positiv zu beeinflussen, wird damit auch der Gesamtorganismus zur Entspannung angeregt.

Die einsetzende Entspannung genießen
Bevor Sie wieder Ihren Beschäftigungen nachgehen, genießen Sie noch eine kurze Zeit den angenehmen körperlichen und psychischen Entspannungszustand. Dabei können Sie sich von den Übungsanweisungen lösen. Sie gehen dann einfach Ihren eigenen Gedanken nach und träumen noch ein wenig.

Zurücknahme - Entspannungsübungen beenden
Am Ende von Entspannungsübungen ist es wichtig, den Kreislauf wieder zu aktivieren, so wie man es auch nach einem festen Schlaf tut, in dem man sich räkelt, dehnt und streckt und mehrmals tief durchatmet - solange bis man wieder richtig wach und fit ist.

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