Quelle: Zeitschrift: Lisa, Ausgabe 35, 23.08.2006
Zu Ihrem Artikel "Wenn der Alltag zur Qual wird. Die 10 besten Tipps gegen Stress" hat die Autorin Alexandra Heil ein Experten-Interview mit Henrik Brandt geführt.
Gelassenheit kann man lernen
Denken wir an eine Zitrone läuft uns automatisch das Wasser im Mund zusammen - da kann man nichts machen. Verhält es sich mit Stress nicht ähnlich: Ich denke an Stress, also habe ich Stress?
Brandt: Stress wird allzu oft mit Anstrengung oder Überarbeitung gleichgesetzt. Sobald wir etwas nicht auf Anhieb hinbekommen, klagen wir über Stress. Und wer sich gestresst fühlt, hat auch Stress. So gesehen ist es ein bisschen wie mit der Zitrone …
Wie entsteht denn Stress aus Anstrengung?
Brandt: Stress entsteht, wenn man mit seiner Konzentration nicht mehr bei der Aufgabenbewältigung, sondern gedanklich bereits einen Schritt weiter ist und sich in die Vorstellung zu versagen hineinsteigert.
Wie kann man sich denn davor schützen?
Brandt: Man sollte versuchen, sich auf seine Stärken zu konzentrieren, seinen Tagesablauf gut strukturieren und sich regelmäßig entspannen. Das kann man üben.
Der Psychologe Henrik Brandt berät auch unter www.wenigerstress.de.
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