Arbeitssucht

Wenn die Arbeit selbst zur Sucht wird.

Der Workaholic

ArbeitssuchtOhne echte Pausen zu machen geht der Workaholic bei seiner Arbeit an die Grenze seiner psychischen und körperlichen Belastbarkeit. Tatsächlich werden im Moment der Höchstleistung im Körper körpereigene Endorphine, so genannte Glückshormone ausgeschüttet. Und es ist ganz natürlich, hin und wieder solche Glückszustände erleben zu wollen. Ein Leben ganz ohne Lust und Rauschzustände wäre ja auch langweilig. Die ständige Suche nach dem Kick bei der Arbeit kann jedoch zu einer Suchtentwicklung führen. Wer immer nur arbeitet, kann auf die Dauer von der Arbeit selbst süchtig werden. Ähnlich wie bei den oben beschriebenen substanzbezogenen Süchten wird die Gewohnheit irgendwann zur Sucht. Auch wer einfach zu viel arbeitet, gewöhnt sich mit der Zeit daran, und die Arbeit wird irgendwann zum Zwang. Die Symptome eines Workaholics sind mit denen anderer Süchte vergleichbar. Es kommt zu einer Dosissteigerung. Man nimmt immer mehr Arbeit an oder vergisst sich die Arbeit im Team zu teilen. Die Arbeit wird nach und nach zum Mittelpunkt des Lebens, andere Bereiche wie persönliche Hobbys, das soziale Umfeld, Freunde und Familie werden vernachlässigt.

Vorbeugung von Arbeitssucht

Zur Vorbeugung einer Suchtentwicklung mit Arbeitssucht sind regelmäßige Pausen innerhalb der Arbeit ein wichtiger Baustein. Noch wichtiger ist dabei eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Privatleben herzustellen. Zur Work-Life-Balance gehören eine Begrenzung der Arbeitszeit und die Planung von ausreichenden Ausgleichs- und Regenerationshasen.

Für die Betroffenen ist es oftmals gar nicht so einfach, sein Leben umzustellen. Wenn auch körperliche Entzugssymptome wie bei anderen Süchten fehlen, so bedarf es doch einiger Energie, sein Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Es fehlen im ersten Moment die Ideen, was man außerhalb der Arbeit sinnvoll mit seiner Zeit anfangen könnte, manchmal auch die innere Überzeugung, dass entspannen oder einfach nichts tun wichtig sind.


Das Leben besteht nicht aus einer Aneinanderreihung von Sensationen und Kicks. Gesundheit entsteht aus der Mitte und Normalität des Lebens, aus einem Wechselspiel von Herausforderungen, Aktivitäten und Erholungsphasen. Das Erlernen einer Entspannungstechnik kann dem Workaholic helfen, in sich ausgeglichener und unabhängiger von Außenreizen sowie der Bewertung durch die Umwelt zu werden. Leider ist im Berufsleben ein großes zeitliches Arbeitspensum immer noch ein Qualitätskriterium. Es erfährt nicht derjenige die meiste Wertschätzung, der am effektivsten ist, sondern derjenige, der sich am meisten verausgabt. Dabei sollte doch eigentlich das Arbeitsergebnis das Maß der objektiven Beurteilung sein. Wo aber gestresst sein in ist, und man mit Überstunden kokettiert, bleiben Pausen und Entspannung zwischendurch leider oftmals noch out.

 

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